Kopf und Herz, beides zählt.

Hier etwas über mich: was mich in meiner Aufgabe treibt, etwas persönliches, zu meinem Hintergrund und ein paar Themen, die mir wichtig sind. Die Abschnitte können Sie über die Überschrift hier direkt anwählen.

Das treibt mich an

Unsere Haltung zu anderen, wie wir kommunizieren, zusammenarbeiten und Veränderung annehmen wirkt auf unser Leben. Für mehr Bewusstsein leiste ich meinen Beitrag:

Meine Vision

Ich trage wirksam zur nachhaltigen Entwicklung von Menschen für eine bewusstere Lebensgestaltung und Zufriedenheit im Beruf und privaten Leben bei.

Meine Mission

Ich unterstütze Menschen und Unternehmen in Veränderungen sich und andere besser zu verstehen ohne festgemauerte Blaupausen.

Persönliches

Seit 2006 leben mein Mann und ich in unserem Wunschhaus aus Holz; 15 Minuten sind es bis ins Stadtzentrum Stuttgart mit der U-Bahn. Meine regelmäßige Einlage Sport hält mich fit. Es ist weniger spektakulär, vielmehr so, dass ich es jeden Tag meine Gymnastik mache. Bei Gelegenheit Wandern, Radln und laufen.

Meine Interessen sind Musik und die Natur und mit positivem Fußabdruck leben. Das ist manchmal gar nicht so einfach und geht wider die Bequemlichkeit und Schnelligkeit.

Wegbegleiter, Weggefährten und Momentbegegnungen

Unseren Weg gehen wir gemeinsam mit anderen. Und dafür bin ich dankbar, für die Begegnungen und Erlebnisse, die mir Menschen geben. Sie sind so unterschiedlich in der Intensität, in der Art und Intension.

Mit und an ihnen lerne ich. Und kann manchmal auch etwas zurückgeben.

Es sind die Beziehungen, die Gedanken zu Menschen, die mein Leben bereichern. Wir brauchen Menschen und Begleiter, die auch als Korrektiv für uns wirken. Mein intensivster Weggefährte ist mein Mann und die Wegbegleiter meine Familie. Sie und gute Freunde sind meine persönlichen Kritiker und Mutmacher.

Ihr Vertrauen macht mich glücklich.

Sind wir ein Wecker oder eine Zwiebel?

Diese praktische Methapher mag ich gerne. Wir sind manchmal ein Wecker, viel öfters eine Zwiebel.

‘Drückt ein anderer einen Knopf, dann ticken wir aus. Es ist ein Wort eine wiederholte Äußerung, die uns traurig oder wütend macht, vielleicht auch zum Lachen bringt. Wir ticken in diesen Momenten vorhersehbar. Ist es wirklich so einfach und ticken wir so offensichtlich? Kommt drauf an, manchmal ist es mir unbekannt, was anderen so bekannt ist. Deshalb mag ich die Zwiebel: ihr Inneres ist geschützt und hält die ein oder andere Überraschung. Die Schichten legen sich um den Kern, der verdeckt ist. Will sagen, wir sind vielschichtig. Und es lohnt in unserem Zusammensein die Schichten zu entdecken.

So sehe ich Menschen.

Das ticken oder KISS-Prinzip aus der Werbung helfen uns schnell im ersten Eindruck. Der ist wichtig für unsere Orientierung und birgt die Gefahr, dass wir andere in eine Schublade hineingeben und dort belassen. Jeder blickt mit der eigenen Brille auf die Welt.

Das Zwiebel-Prinzip sorgt dafür, sich für den zweiten Eindruck offen zu halten. Manchmal scheinen die gefassten Ansichten dann anders als im ersten Moment gedacht.

Die Einstellung machts

Die persönliche Einstellung macht viel im gemeinsamen Miteinander aus. Erscheint mir ein Mensch als schwierig und unsympathisch tue ich mich besonders schwer in meinem Urteil. Die Emotion und Zuneigung oder Sympathie wie auch mein eigener Charakter wirken auf die Beziehung ein.

Zwiebelprinzip

Vorwiegend in technischen Branchen

Die Ausbildung zur Industriekauffrau IHK machte ich bei einer Premium-Marke für Motorsägen/Maschinenbau und arbeitete dort in drei Positionen in der Werbeabteilung. Währenddessen absolvierte ich ein berufsbegleitendes Fachstudium für Marketing VWA/IHK, lernte über das Führen einer Premium-Marke, Fotografie und Druck. Ich war jung und begeisterte mich für Vertrieb und Gastronomie. Deshalb verlies ich die Komfortzone und lernte andere Branchen und Unternehmen kennen. Mitte der Neunziger bewarb ich mich bei einem technischen Premium-Marken Hersteller für Elektrowerkzeuge im Nischensegment für Profis. Dort wirkte ich 18 Jahre in: Verkaufsförderung, schwerpunktmäßig internationales Marketing, kommunikative internationale Projektleitung bei steter Vertriebsverflechtung und Nutzerfokus.

Hin zu Neuem

Vor meiner Selbstständigkeit sammelte ich bewusst andere Erfahrungen. Ich arbeitete als Dozentin für Wirtschaftsthemen (für IHK-Prüfungen) und als Lektorin für digitale Themen eines universitären Start-ups freiberuflich für mehrere Monate. Meine Mittelstands-Erfahrung ergänzte ich mit der in einem Automobil-Konzern in 2015/2016. Als PMO für Terminkoordination und Changebegleitung in zwei IT-Projekten. Anschließend verschaffte ich mir praktischen Einblick in die Trainerbranche als Trainingsleiterin für Management- und Führungsverhalten. Seit 2014 bin ich freischaffend und seit 2017 selbstständig.

Jede  (r)  zählt

Das Genderthema treibt mich um, soziologisch, wirtschaftlich und kulturell. Was können wir tun, um die Akzeptanz weiter füreinander zu erhöhen?

In den neunzigern, zweitausendern und zweitausendzehnern arbeitete ich in interessanten Firmen (technische Produkte), deren Hintergrund maskulin geprägt ist. Wenn ich auf diese Zeit blicke, hat sich der deutsche Arbeitsmarkt merklich zu einer ausgewogeneren Arbeitswelt zwischen den Geschlechtern entwickelt (siehe auch Zukunftsinstitut, Frankfurt/Megatrenddokumentation 2012).

Den vorher erwähnten Zeitraum reflektierend, kann ich sagen, dass ich mein Verhalten für den Erfolg ‘vermännlichte’. Das wurde mir von Kollegen und Kolleginnen quittiert mit ‘Arroganz’ oder ‘Härte’. War ich zu freundlich, war ich zu wenig durchsetzend. Tatsächlich übersah ich damals das eigentlich Wichtige: es herrschte bei technischen Mittelständlern ein Mangel an weiblichen anerkannten Vorbildern in Entscheider-Positionen. Und es fehlte mir in jungen Jahren das professionelle Wissen und die Unterstützung für eine beruflich fördernde und Verhaltens-Strategie.

In der EY-Mittelstandsstudie aus dem Dezember 2019 liegt der Frauenanteil in der Maschinenbaubranche im Topmanagement bei 8 Prozent. Gesamthaft für den Mittelstand bei einem Umsatz von 20 Millionen bis 1 Milliarde Euro liegt der Anteil bei 16 Prozent. Im östlichen Deutschland ist der Frauenanteil in einer Führungsposition höher als im Westen.

Unterschiede bereichern

Das Selbstbewusstsein im Arbeitsmarkt und der Erfolg von Frauen – in vormals rein maskulin besetzten Berufen – ist jetzt um ein Vielfaches höher. In den Werkstätten und Büros arbeiten sichtbar mehr Frauen. Und doch, der Alltag und zahlreiche Facharbeiten zeigen es: Es ist weiterhin viel auf dem Gebiet – über die Arbeitszeitmodelle für Frauen hinaus – zu tun. Wenn ich tiefer hineinfühle, geht es um das Mindset. Wenn ich den Fachkräftemangel anschaue – der eher in den MINT-Berufen besteht – frage ich mich: Ist das ‘notwendigerweise’ Ausfüllen des Fachkräftemangels mit weiblichen Arbeitskräften, durch das Mindset ‘Frauen bringen nutzenbringende andere Stärken ein’ gestützt? Das mag sich provokant lesen und gilt auch für andere, die weniger in den geschichtlichen Mainstream passen.

In der Geschichte mussten sich Frauen ihre Rechte für mehr gesellschaftliche und daraus heute resultierend wirtschaftliche Partizipation hart erkämpfen. Sich den Platz erobern und das in einem System, in dem sie neue Verhaltensregeln lernen mussten. Es gibt eine Zahl an Unterstützern und Überzeugten. Weil es tendenziell erkennbare Unterschiede im Umgang mit Menschen und Inhalten gibt. Zahlreiche Arbeiten in der Soziologie oder Psychologie und das Alltagserleben beschäftigen sich mit den Tendenzen. Quellenbezüge zu diesen Beispielen finden Sie am Ende dieser Passage aufgeführt.

Wie beispielsweise, dass Frauen eher Probleme lösen ohne Siegerzwang, umsichtiger im Umgang mit Menschen sind oder sich zugunsten anderer für die Sache zurücknehmen. Sie sind kommunikativ verbindend. Die Sache steht hierbei im Vordergrund mit einem pragmatischeren Vorgehen. Argumente zählen eher pragmatisch. In einem dominanten Umfeld wird das Verhalten häufig als Schwäche ausgelegt. Hier wird die Ausprägung von Männern – die eher ihre Umgebung fokussiert ausblenden – von ähnlich Denkenden als Stärke wahrgenommen. Es gelingt ihnen tendenziell einfacher mit dem anderen Platzkämpfe auszutragen oder Seilschaften in ihrem Sinn zu pflegen. Regeln sind  wichtig und die Argumentation, es wird in Diskussionen um sie gerungen.

Ähnlichkeit macht Kontakt einfacher

Wann ist mir etwas oder jemand sympathisch? Die Werbung arbeitet damit oder die Online-Plattform, die ich immer wieder benutze. Es ist der eine Kanal, über den ich mich informiere. Was ich darauf finde ist dem ähnlich wie ich denke und was ich persönlich toll finde.

Immer nur die gleiche Sicht zu pflegen und auf die Ähnlichkeit zu setzen, verengt die Wahrnehmung und verdrängt wertvolle Stärken. Die tendenziellen Stärken beider Geschlechter in Führungspositionen zu nutzen verbindet die unterschiedlichen Talente der Belegschaft nachhaltig.
Im Gegenzug zu den ‘erwünschten’ Verhaltensweisen, sind wir Frauen gut beraten, die Position mutig zu vertreten, gut zu argumentieren, die Struktur zu erkennen und dickhäutig gegenüber gefühlten ‘Sparringsspielen’ zu sein. Und ihre Anliegen persönlich ernst zu nehmen.

Dieses Thema ist wichtig und spannend und für mich zählen die Perspektiven und was wir daraus machen. Vom Menschen her gedacht fördert das Verbinden dieser Qualitäten die kommunikative und starke Führungskultur. Nochmal an die vorangegangenen Beispiele gedacht, liegen stabilisierende und treibende Qualitäten. Sie wirken im Unternehmen und im Markt gesamthaft. Wieso diese Quelle im Sinne des Erfolgs ungenutzt lassen?

(Quellen und Bezüge: Vertrauen führt, Reinhard K. Sprenger | Studien Kienbaum-Beratung 2001 | Job-Talk, Deborah Tannen | Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung des Maschinenbauers Trumpf | Umsichtiges Führen der weiblichen StaatsLenkerinnen in der Pandemie 2020 | Beispiel von SAP, Abkehr von der Doppelspitze | Diversity bei IBM | Psychologie der Persönlichkeit, Asendorpf, Neiyer).

Frauen in der Führung
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